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USPA / PIA Advisory bezüglich tiefen Reserveaktivierungen
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THEMA: USPA / PIA Advisory bezüglich tiefen Reserveaktivierungen

Aw: USPA / PIA Advisory bezüglich tiefen Reserveaktivierungen 7 Jahre, 2 Monate her #8634

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Hmmmm....

finde, hier wird wieder alles in einen Topf geworfen und die Verwirrung wird nur noch größer...

Problem bei kleinen Rigs ist nicht, dass alles "in den Container gequetscht wird" und der Kram dann nicht weiss, wie er da wieder herauskommen soll, sondern dass diverse Hersteller ein für größere Container geeignetes Design einfach auf kleinere Rigs übertragen ohne sich über die Folgen im Klaren zu sein.

Klar wird das, wenn man sich eine Reserveöffnung bei einem Totalversager (am besten in Zusammenhang mit einer AAD-"Zündung") ansieht. Bei dieser Sache sind die Risercover noch geschlossen und üben häufig Druck auf die oberen Ecken des Freebags aus (Wahrscheinlich hat Skybear das gemeint). Dadurch braucht der Hilfsschirm viel mehr Power um das Freebag aus dem Container zu heben. Sind die Risercover bereits auf, gibt es dieses "Klemmerproblem" nicht (eigentlich bei keinem der verbreiteten Rigdesigns). - Im übrigen "lebt" die Kraft des Hilfsschirms von der Extraktionsgeschwindigkeit - ist die durch irgendwelche Widerstände behindert - fliegt dieser nur noch relativ kraftlos hinterher.

Hinzu kommt, dass bei einigen Designs die Klappen, die über dem Freebag liegen, häufig verhältnismäßig breit dimensioniert sind. In Zusammenhang mit den oberen (seitlichen) Klappen (meist Nr. 5 u. 6)die dann wiederum relativ weit nach innen gezogen sind, kann das gewisse "gegenseitige Sperreffekte" geben. Manchmal ist dann zu allem Überfluss auch noch ein Reservehilfsschirm mit recht großem Deckel verbaut, der dann gar nicht weiss, wie er durch den ganzen Klappenwahnsinn durchfliegen soll.
(Bereits ein kleinerer Durchmesser des Deckels - wie er von einigen Herstellern ja auch schon verwendet wird - könnte helfen).

Wenn die Dimensionen der Klappen nicht auf das kleinere Design abgestimmt ist, gibt es auch schon mal Schwierigkeiten mit dem Reserveloop. Durch schlechtes Design kann dann ein seitlicher Druck auf dem Loop vorhanden sein(und nicht ausschließlich in vertikaler Richtung, wie es ja eigentlich sein sollte).

Man behilft sich in diesen Fällen damit, dass der Reserveloop möglichst so gecuttet werden soll, dass das Loopmaterial über der Schnittstelle möglichst kurz ist damit möglichst wenig Loop(rest) durch die über der Schnittstelle liegenden Klappen gefädelt wird. Je länger die Distanz zwischen Schnittstelle und oberen Loopende, desto mehr Loopmaterial muss sich durch die unter (seitlichem und vertikalen Druck) stehenden Klappen fädeln. - Und das kann unter gewissen Umständen zu zeitlichen Verzögerungen führen, eben klemmen o. sperren.

Das war der Grund, warum Airtec seinerzeit die Righersteller gebeten hat, die Cutterpositionen von Klappe 1 (direkt über dem Freebag) auf die Klappen 5 oder 6 (je nachdem) direkt über dem Hilfsschirm zu verändern.
Dieser Empfehlung sind einige Hersteller nachgekommen; andere nicht. - Wie z.B. UPT, die das Vector bauen...

Wäre ich ein Ketzer würde ich sagen, dass ein Skyhook-System bei kleineren Rigs eine (schon fast notwendige)Extraktionshilfe ist, die man gar nicht nötig hätte, wäre das Klappen- u. Hilfsschirmdesign besser gelöst...(und mit Skyhook gibt es ja auch noch eine Klappe mehr und mittlerweile auch noch mehr Gimmicks wie ein zusätzlicher Gummi, der zusammen mit dem Reserveloop durch das (nicht mal Molar-)Freebag muss (behindert die Extraktion überhaupt nicht...) damit die Bridle dadurch geführt werden kann - soll den Freebag in Position halten bis zur vollen Streckung der Bridle - anderes Wort für "beabsichtigtes Sperren"...

Aber wer Freefly machen will muss kompromissbereit sein.... Soll heißen: Die Hersteller müssen eben zusehen, wie sie die Springer mit Container versorgen, die "unter allen (Freifall) Situationen" geschlossen bleiben. Nur irgendwann sollten sie dann hoffentlich doch mal aufgehen....

Der USPA Artikel ist meiner Meinung eine Art Hilferuf an die Springer, dafür zu sorgen, dass Fehler der Hersteller in der Entwicklung ihrer Designs von den Springern (und natürlich den involvierten Riggern) selbst aufgedeckt werden. Springer sind ja auch immer irgendwie Testspringer - nur die meisten wollen das nicht wahrhaben.

Just my two cents...

Aw: USPA / PIA Advisory bezüglich tiefen Reserveaktivierungen 7 Jahre, 2 Monate her #8643

Es ist immer wieder sehr aufschlussreich und informativ was TV so von sich gibt! Für mich ist es stets eine Bereicherung Artikel von dir zu lesen, weil stets ausführlich und verständlich gehalten!
Danke für deine ausführlichen Schilderungen und bleib so auch in Zukunft!!!

Grüssle vom Uwe
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