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Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen
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THEMA: Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen

Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen 3 Jahre, 7 Monate her #17095

Hallo Leute,
Ich habe mich heute etwas mit dem AHB vom DFV befasst. Um genau zu sein mit
Teil I, Kap. 8.5.
Jetzt bin ich gerade dabei mich mit den gültigen Regularien zu befassen. Da Gesetzestexte meistens einen gewissen Interpretationsspielraum besitzen, möchte ich mir dazu gerne ein paar Meinung anhören.

Folgenden Wortlaut finde ich unter Wingsuitfliegen.

Eingangsvoraussetzungen: Personell
- Springerlizenz
- 200 Fallschirmsprünge oder mindestens 50 Tracksprünge
- Befähigung Formationsspringen
- gute Trackfähigkeiten
- gute Orientierung im Freifall

Beim Fettgedruckten finde ich noch den Verweis:
(siehe auch BKF Tabelle: Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen)

Wenn ich das richtig verstehe dann kann ich mit der Wingsuiteinweisung beginnen wenn ich zwar keine 200 Sprünge aber dafür mindestens 50 Tracksprünge, unter Lehreranweisung, innerhalb von 12 Monaten bzw. innerhalb der jeweiligen Saison ablege? oder sehe ich das falsch?

In der BKF Tabelle steht nämlich weiterhin:
Suit-Herstellerhinweise beachten

Bedeutet das nun es wird grundsätzlich des AHB als Richtlinie verwendet aber letzten Endes gilt die Vorgabe des Herstellers?

Ich nehme mal Phoenix Fly:

Note that on top of local rules, skydives are always bound to the rules of their own organisation as well as the rules for the product they are using. Not sticking to these rules can lead to invalidation of liability insurance for the student.

USA / Europe / Asia
A Licence, 200 Freefall Skydives


und zum Schluß

This overview is here only for reference. Make sure to check local rules

Für mich bedeutet das, dass der Hersteller sich widerum an die staatlichen Vorgaben hält.

Beim Phantom 3 (der mir als Anfängersuit empfohlen wurde) finde ich nämlich keine genauen Vorgaben bezüglich Sprungzahl.

Ja ich richte diese Frage natürlich auch an die jeweiligen Ausbilder aber dennoch würde ich hier im Forum gerne mal darüber sprechen.
Ich bitte darum die Frage und nicht die Hintergründe der Frage zu diskutieren .

Danke schonmal für eure Infos .

Aw: Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen 3 Jahre, 7 Monate her #17098

Hallo,

du siehst das nicht ganz korrekt.

Grundsätzlich muss bei einem Erstflugkurs eine theoretische und praktische Einweisung am Boden erfolgen.

Der Unterschied liegt darin, dass bei 500+ Sprüngen auf den Instructorsprung ohne Wingsuit verzichtet werden kann. Hast du 200-500 Sprünge muss vor dem Erstsprung mit Wingsuit ein Instructorsprung ohne Wingsuit erfolgen. Bezüglich der 50 Tracksprünge: auf Seite 159 des AHB des DFV ist davon überhaupt nix zu lesen, insofern kenne ich diese Bedingung auch nicht.

Herstellerangaben: Die sind als Anhalt zu sehen, welche Suit für welchen Leistungsstand angemessen ist. Und hier ist das Problem: es gibt keinen einheitlichen Maßstab, ab wieviel Flügen/sprüngen man welche Suit nutzen sollte. Manche Hersteller empfehlen daher teilweise viel zu große Suits bei zu wenig Sprüngen.

Ein Erstflugkurs mit einer PF Phantom ist grundsätzlich eine gute Wahl. War bei mir genauso, ich habe bei Rolf Brombach gelernt.

Letztendlich ist es von jedem einzelnen Springer und seinem Leistungsvermögen abhängig, ob die 200 Sprünge schon ausreichen, um eine Wingsuit anzuziehen. Manchen ist es in die Wiege gelegt, andere sind auch nach 500 Sprüngen springerisch nicht so trainiert, um eine Suit zu fliegen.

In jedem Fall solltest du dich an einen erfahrenen Instructor wenden und mit ihm den Erstflugkurs machen. Am Ende entscheidet auch er, ob die Mindestvorgaben des AHB für dich ausreichen oder ob er mehr sehen will. Hinterher den Befähigungsnachweis nicht vergessen. Namhafte Größen als Instructor sind zum Beispiel Rolf Brombach (Fehrbellin) oder Ulli Wambach (Thalmässing - mein letzter Stand). Viel Spaß und viel Erfolg.
Ich bin keine Signatur - ich putze hier nur.
Letzte Änderung: 3 Jahre, 7 Monate her von double-dragon.

Aw: Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen 3 Jahre, 7 Monate her #17099

Danke für deine Infos.
Die Regel mit den 200 und 500 Sprüngen war mir geläufig. Die Sache mit den Tracksprüngen steht aber noch im Raum. Ich bin allerdings über einen Querverweis auf der DFV Seite darauf gestoßen. Ich poste euch mal kurz den Link.

www.dfv.aero/Unser%20Sport/TopThema%20%E...0Wingsuit/Regularium

Auf dieser Seite findet man einmal die Verlinkung zu den Einstiegsvoraussetzungen unter "Wingsuitbefähigung" und die Verlinkung zur Tabelle über "Track- und Wingsuitklassifizierung"

Dort steht allerdings auch das es eine Neufassung des AHB gibt bzw. geben soll mit dessen Erlass auch scheinbar die neue Regel in Kraft treten soll.

Aw: Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen 3 Jahre, 7 Monate her #17102

Danke für die Links. Diese Arbeitsergebnisse der AG Wingsuit waren mir selbst bis jetzt noch nicht bekannt. Hochinteressant und äußerst zweckmäßig. Hab zu dem Thema grad mal mit Mahle telefoniert. Diese Regularien gelten und werden in der nächsten Version des AHB aufgeführt sein.

Aber: 50 Tracksprünge mit Einweiser als gezielte Vorbereitung auf einen Erstflugkurs. Und nicht einfach 50x aus dem Flieger huppen und wild durch die Gegend tracken. Es geht mit dieser Bedingung darum, sich von den sklavischen 200 Sprüngen zu lösen. 200 Zielsprünge machen einen ja auch nicht zum begnadeten Wingsuit-Schüler.

Letztendlich entscheidet dein gewählter WS-Examiner, ob der dich ausbildet und wie.

Vom springerischen Leistungsstand solltest du aber bereits so routiniert sein, dass ein "normaler Sprung" nicht bereits dein Konzentration aufs Äußerste belastet. Ein Wingsuitflug mit all seinen zusätzlichen Facetten (eingeschränkte Bewegungsfreiheit, Freifallverhalten, Navigation etc.) könnte dich sonst schnell überfordern. LG
Ich bin keine Signatur - ich putze hier nur.

Aw: Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen 3 Jahre, 7 Monate her #17104

Danke das du rumtelefoniert hast .
Genau um den genannten Punkt ging es mir nämlich! Die sklavischen 200 Sprünge. Natürlich hätte ich auch im Rahmen der 200 Sprünge schonmal Übungen gemacht die dem Wingsuiten dienlich sind. Ab einem gewissen Punkt wäre es aber nur noch um die Sprungzahl gegangen.

So kann ich jetzt ab April mit einem gezielten Training unter Lehreraufsicht beginnen. Erst ein paar Gewöhnungssprünge um wieder rein zu kommen und danach bis in den Sommer sorgfältige 50 Trainingssprünge. Der positive Effekt ist das von dir genannte gezielte Training und, seien wir ehrlich, das Ticketgeld das ich damit einspare kann ich in den Wingsuit investieren .

Aw: Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen 3 Jahre, 7 Monate her #17105

  • Skybear
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Dieser Punkt wurde in der Wingsuit AG sehr heftig diskutiert. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Sprungzahlen eine Orientierung sind, deren Aussagekraft in der Praxis einer individuellen Überprüfung standhalten muss. In den 50 Tracksprüngen kann sehr viel wingsuit-spezifisches erlernt werden, aber zum sicheren und erfolgreichen Wingsuitfliegen gehört noch mehr. Jeder WS-Schüler wird individuell auf seine Eignung bewertet und niemand hat einen Anspruch auf eine WS-Einweisung nach 50 Tracksprüngen. Das ist nur das absolute Minimum, was man im Falle höchsten Talents akzeptieren könnte. In der Praxis dürfte die Eignung in den meisten Fällen erst bei höheren Sprungzahlen gegeben sein.
Der Pfad der Tugend ist schmal, aber trotzdem herrscht kein Gedränge.

Aw: Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen 3 Jahre, 7 Monate her #17106

Das verstehe ich natürlich das die 50 Sprünge ein grober Anhalt sind. Ich finde es aber dahingehende eine gute Motivation um sich wirklich reinzuhängen so das man auch relativ früh das Ziel Wingsuiten zu erreichen kann. Ausserdem bringt es dem Lehrer auch einen größeren Entscheidungsspielraum um selbst festzulegen wann der Schüler darf und wann nicht. So kann er z.b. nach 70 Sprüngen sagen das es losgehen kann und muss nicht erst den Schüler die 200 Springen lassen. Selbst wenn ich 80 - 100 Sprünge brauche ist das nicht schlimm. Es geht ja auch irgendwo um meine Gesundheit .

Aw: Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen 3 Jahre, 7 Monate her #17109

Skybear schrieb:
Dieser Punkt wurde in der Wingsuit AG sehr heftig diskutiert. Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Sprungzahlen eine Orientierung sind, deren Aussagekraft in der Praxis einer individuellen Überprüfung standhalten muss. In den 50 Tracksprüngen kann sehr viel wingsuit-spezifisches erlernt werden, aber zum sicheren und erfolgreichen Wingsuitfliegen gehört noch mehr. Jeder WS-Schüler wird individuell auf seine Eignung bewertet und niemand hat einen Anspruch auf eine WS-Einweisung nach 50 Tracksprüngen. Das ist nur das absolute Minimum, was man im Falle höchsten Talents akzeptieren könnte. In der Praxis dürfte die Eignung in den meisten Fällen erst bei höheren Sprungzahlen gegeben sein.


Hat sich das so geändert, weil ich habe das noch vor Jahren anders kennengelernt. Wobei ich mich frage, was diese sehr strikte Organisation, ausser vielleicht etwas mehr Eingewöhnung bringt. Mir ist kein deutscher WS-Fallschirmsprung bekannt, der zu einem Todesfall, wegen zu zeitigem Start führte.

Im Gegenteil, das bringt Stress und die Notwendigkeit sich mit seinen eigenen Schwächen u. Stärken genau auseinanderzusetzen.

Was ist die Wingsuit AG?
Religion: Giving people hope in a world torn apart by religion.

I wasn’t unstable, I was seeking the relative wind!

Aw: Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen 3 Jahre, 7 Monate her #17110

  • Skybear
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Mir ist kein deutscher WS-Fallschirmsprung bekannt, der zu einem Todesfall, wegen zu zeitigem Start führte.


Es gibt immer mehrere Faktoren, die bei einem Unfall eine Rolle spielen. Das Thema Ausbildung und Eingangsvoraussetzungen spielt dabei eine Rolle. In den letzten Jahren gab es dahingehend starke Veränderungen, dass Wingsuiten sehr populär wurde, viele neue Suits entwickelt wurden, die Leistungen besser und die Formationen größer wurden. Bis jetzt ist wenig passiert, wobei es anderswo auf der Welt auch schon Todesfälle gab, bei denen mangelndes Training sicher eine Rolle spielte.

die Notwendigkeit sich mit seinen eigenen Schwächen u. Stärken genau auseinanderzusetzen.


Was ist daran falsch?

Was ist die Wingsuit AG?


Steht im Freifall-Express und auf der DFV-Homepage. War außerdem Thema auf der letzten INSITA.
Der Pfad der Tugend ist schmal, aber trotzdem herrscht kein Gedränge.

Aw: Track- und Wingsuit Klassifizierung mit Eingangsvoraussetzungen 3 Jahre, 7 Monate her #17111

cloudman schrieb:
Wobei ich mich frage, was diese sehr strikte Organisation, ausser vielleicht etwas mehr Eingewöhnung bringt. Mir ist kein deutscher WS-Fallschirmsprung bekannt, der zu einem Todesfall, wegen zu zeitigem Start führte.


Naja, das ist ne relativ seltsame Argumentation.
Es ist noch nix passiert, also lasst es uns soweit runterschrauben, bis es zum ersten Mal einen zerlegt, und dann wieder eine Stuife hoch? OK, so würde ich das vielleicht bei ner Materialprüfung machen, aber nicht unbedingt mit Sprungschülern.
Natürlich würde ich der Einschätzung von erfahrenen WS-Instrukturen vertrauen, aber auch die sind im Falle eines Falles besser geschützt, wenn es einen festen Rahmen gibt, der durch ein Gremium (z.B. die Wingsuit AG) bestimmt wurde und an den sie gehalten haben.
Ob das wirklich 200 Sprünge sein müssen, ist ne andere Frage, da halt ich mich gerne raus.
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