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Ausbildung: Konventionell oder AFF?
(1 Leser) (1) Gast

THEMA: Ausbildung: Konventionell oder AFF?

Aw: Ausbildung: Konventionell oder AFF? 6 Jahre, 11 Monate her #10979

Ich sehe schon das ist gar nicht so ein einfaches Thema.

Aw: Ausbildung: Konventionell oder AFF? 6 Jahre, 11 Monate her #10983

Für die Ausbildung (AFF) geht die C206T(in Meido) auf 4000m für die Leinensprünge auf 1200m-1500m ist in den letzten Jahren immer ein wenig geschwankt.

Was sagen die Lehrer?
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Letzte Änderung: 6 Jahre, 11 Monate her von cloudman.

Aw: Ausbildung: Konventionell oder AFF? 6 Jahre, 11 Monate her #10984

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Standardabsetzhöhe für AFF-Sprünge in Meido sind 4000 m.

Auch wenn der ewige Konkurrenzkampf AFF-konventionell so langsam echt nervt, noch ein paar Betrachtungsweisen dazu:

Man sollte z.B einmal Lerntypus bzw. mentale Belastbarkeit eines Anfängers betrachten.
In der konventionellen Ausbildung sind es anfangs kleine Lerneinheiten – mach eine schöne Figur und alles ist gut – wo hingegen in der AFF-Ausbildung sehr viel Input und dessen Umsetzung gefordert werden.
Erinnert sei an die Feststellung auf mehreren InSiTa´s, dass AFF-SchülerInnen nach dem Freifallprogramm eigentlich mit dem Sprung abgeschlossen haben und den Kappenflug vollkommen bis zur Landung (und manchmal auch diese) ausblenden.
Andererseits ist sicherlich auch der monetäre Aspekt einer Betrachtung Wert.
Bei Flugzeugen mit großer Absetzkapazität lohnt es sich einfach nicht, die konventionelle Ausbildung anzubieten, da einerseits eine große Anzahl an Schulungssystemen vorgehalten werden muss, andererseits ein „Zwischenstop“ zum Absetzen von Automaten zusätzliche Flugzeiten verursachen würde.
Nicht unerheblich kann auch die Entlohnung der AusbilderInnen sein – bei AFF wird pro Sprung bezahlt, wo hingegen die konventionelle Abteilung sich meist mit einer Tagespauschale begnügen muss.
Aus langjähriger Erfahrung hat sich gezeigt, dass eine intensive Betreuung bei der konventionellen Ausbildung auch schnell zur Lizenz führen kann, es sind dann halt nur die paar Automatensprünge zusätzlich im Sprungbuch.

Jonathans Äußerungen kann man als Ohrfeige für Vereine empfinden, die unerlässlich Nachwuchs mit der konventionellen Methode ausbilden und so auch zum Fortbestand der Fallschirmspringerei beitragen.

Christoph
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Aw: Ausbildung: Konventionell oder AFF? 6 Jahre, 11 Monate her #10985

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-CC- schrieb:

Bei Flugzeugen mit großer Absetzkapazität lohnt es sich einfach nicht, die konventionelle Ausbildung anzubieten, da einerseits eine große Anzahl an Schulungssystemen vorgehalten werden muss, andererseits ein „Zwischenstop“ zum Absetzen von Automaten zusätzliche Flugzeiten verursachen würde.


Naja, erstens muß der Flieger ja nicht voll sein mit Schülern, und zweitens kriegt das ein einigermaßen guter Pilot unter Normalbedingungen hin; abgesehen davon bietet man ja auch H'n'P an, da fallen die Springer auch unterwegs raus - die halbe Minute mehr für Schüler sollte bei dem Preis drin sein.
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jörgen - Member of the "Beef" / MB 5126 / SRA 5425

Aw: Ausbildung: Konventionell oder AFF? 6 Jahre, 11 Monate her #10986

*-CC- / Christoph

Das Argument mit den kleinen Lerneinheiten habe ich auch einmal gesehen. Das AFF einmal genau betrachtet sieht man aber, dass es dem Schüler nicht zuviel abverlangt.
Beispiel: der "sensual overload", der bei Erst- bis Wenigspringern zwischen 2 und 10 Sekunden beträgt, sorgt beim Automatensprung dafür, dass er die ersten Sprünge noch nicht einmal eine Idee davon hat, was da gerade passiert ist. Beim AFF fehlt ihm da zwar auch ein wenig an Erinnerung, das spielt aber keine echte Rolle. Da danach immernoch 40 Sekunden oder mehr übrig bleiben, wird dennoch reichlich für den weiteren Fortgang mitgenommen.
Bei späteren Sprüngen werden für einzelne Stärken oder Schwächen des Schülers entsprechende Hilfestellungen eingebaut. Das funktioniert schon deshalb, da man im entscheidenden Moment dabei sein kann, um die Hilfe auch anzubringen.

Kein Mensch zweifelt an, dass eine konventionelle Ausbildung auch zum Erfolg führen kann. Mir widerstrebt nur dieses runtergebete davon, dass AFF schlechter sei und die konventionelle eher zum Erfolg führt. Dieses ist schlicht weder aus statistischer noch aus sachlicher Erwägung zutreffend.

Es tut mir aufrichtig Leid, daß Du hieraus einen "Ohrfeige für Vereine" interpretierst.
Es wäre allerdings äußerst wünschenswert, wenn diese Vereine dann auch die Zeichen der Zeit erkennen würden und Neuerungen in der Ausbildung nicht unbeirrt mit nicht zutreffenden Informationen wegdiskutieren würden.
Wenn man polemisch werden möchte, dann könnte man auch behaupten, dass diese Vereine durch die schlechtere Quote der Lizenzerreichungen der Schüler dem Sport sogar Springer vorenthalten würde. Das halte ich aber tatsächlich für eine unsachliche Äusserung.

Was ich sagen will: wenn ein potentieller Schüler eine konkrete Frage stellt, dann sollte man diese nicht so unzutreffend beantworten, wie in diesem Thread geschehen. Ich weiss, dass in diesem Forum viele aus Meido unterwegs sind. Es gibt jedoch auch noch andere Sprungplätze und ich kann jedem raten, auch einmal einen Blick in die Ausbildung auf anderen Plätzen zu werfen. Wenn man seinen Blick weit genug schweifen lässt, dann sieht man viel Gutes und Schlechtes.

Jan
Letzte Änderung: 6 Jahre, 11 Monate her von jonathan.

Aw: Ausbildung: Konventionell oder AFF? 6 Jahre, 11 Monate her #10987

Dann gibts ja auch noch dieses Zwischending(weiß nicht ob das in D. überhaupt angeboten wird) ist eine Freifallausbildung mit integrierten Tandemsprüngen, wo man wohl(hörensagen) bei den Tandemsprüngen z.T. selber lenkt.

Kann da einer was zu sagen?
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Aw: Ausbildung: Konventionell oder AFF? 6 Jahre, 11 Monate her #10988

Als Vorbereitung auf einen AFF Kurs kann ein Tandemsprung durchgeführt werden. (Siehe AFF-AHB 3.8)

Im System der USPA ist ein Tandemsprung ein Sprung mit einem "Examiner" und einem "Student". Sprich: was bei uns als Passagier gilt, ist bei den Amis ein Schüler.
Das hat zwar hauptsächlich etwas mit Haftungsfragen zu tun, hat aber auch zur Folge, dass der "Student" einen Höhenmesser hat, den Schirm selbst öffnen könnte (Zugriff auf den Second-Release) und natürlich auch selbst lenkt und landet. Letzteres zwar mit Unterstützung des "Examiners", die Hände sind aber bis zum Ende in den Toggles.
Der Ausbildungsgedanke ist bei uns zwar ein wenig in den Hintergrund getreten, dürfte aber noch ein Grund dafür sein, dass ein Tandemmaster eine Lehrberechtigung zumindest gehabt haben muss.

Jan

Aw: Ausbildung: Konventionell oder AFF? 6 Jahre, 11 Monate her #10989

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die USPA bietet das an, z.B. zur Cat. A
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jörgen - Member of the "Beef" / MB 5126 / SRA 5425

Aw: Ausbildung: Konventionell oder AFF? 6 Jahre, 11 Monate her #10990

Danke für die Antworten....

Hallo Jonathan, ein Forum ist ja dazu da Meinungen auszutauschen, so war mir die Info über die Auswirkungen eines zeitl. begrenzten sensual overloads auch so noch nicht wirklich bewusst, aber durchaus(aus meiner eigenen Leinenausbildung) nachvollziehbar/erinnerbar.
.....und Fakt bleibt Fakt.
Auch bin ich überzeugt, wenn die beiden Ausbildungsmethoden nicht 1000€ sondern nur 200 trennen würden, wären es nur noch wenige Schüler die konventionell lernen würden.

Was mich aber immer an der konventionellen Ausbildung fasziniert hat, war der prakt. technische Aspekt. Man packte fast von Anfang an seine Schirme selber und sah beim Packen, wie die Ausbilder an einem anderen System die Kappe und das Aufzugssystem tauschten.
Bei AFF kenne ich es so, das die Schüler erst am Ende ihres Kurses lernen ihren Schirm selbst zu packen.
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Letzte Änderung: 6 Jahre, 11 Monate her von cloudman.

Aw: Ausbildung: Konventionell oder AFF? 6 Jahre, 11 Monate her #10991

@Cloudman

Der preisliche Aspekt relativiert sich IMHO, wenn man die letztlich geringere Sprunganzahl bis zur Lizenz mit einbezieht. Besonders begabte Schüler einmal herausgerechnet, die sogar einen konventionellen Kurs mit Mindestprungzahl bestehen.

Zum Thema des technischen Aspekts: wann die Schüler das Packen oder die Technik erlernen, hat doch nichts mit der Ausbildungsmethode zu tun. Das ist einfach eine Kultur innerhalb des Ausbildungsbetriebes zu tun.
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